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Hosting wechseln ohne Datenverlust

Irgendwann steht für viele ein Hosting-Wechsel an: Der alte Anbieter ist zu teuer, zu langsam oder der Support enttäuscht. Ein Umzug ist grundsätzlich kein Hexenwerk, aber er ist auch der Moment, in dem besonders viel schiefgehen kann. Die häufigste Ursache für eine plötzlich verschwundene Website, die bei uns landet, ist ein Umzug, der nicht sauber zu Ende geführt wurde. Mit der richtigen Reihenfolge lässt sich das vermeiden.

Was zu einem Umzug alles gehört

Ein Hosting umfasst mehr, als viele denken. Da sind die Dateien der Website, die Datenbank mit den Inhalten, die E-Mail-Postfächer und oft auch die Verwaltung der Domain. Bei einem Umzug müssen all diese Teile berücksichtigt werden. Der klassische Fehler ist, nur an die Website zu denken und die E-Mails zu vergessen, mit dem Ergebnis, dass nach dem Wechsel plötzlich keine Nachrichten mehr ankommen.

Die richtige Reihenfolge

Schritt 1: Bestandsaufnahme. Verschaffen Sie sich einen Überblick, was alles umzieht: Welche Domains, welche Postfächer, welche Datenbanken? Sichern Sie zuerst alles vollständig, Dateien und Datenbank, damit Sie im Notfall einen Rückfallpunkt haben.

Schritt 2: Neues Hosting einrichten und Seite aufspielen. Übertragen Sie die Website auf den neuen Server und richten Sie die Datenbank ein. Wichtig: Die Seite sollte auf dem neuen Server bereits vollständig laufen und getestet sein, bevor Sie irgendetwas am alten Server anrühren.

Schritt 3: Testen, bevor umgeschaltet wird. Prüfen Sie auf dem neuen Server, ob die Seite korrekt funktioniert, ob die Datenbank verbunden ist und ob alle Inhalte da sind. Erst wenn das steht, geht es weiter.

Schritt 4: DNS umstellen. Jetzt richten Sie die DNS-Einträge so ein, dass die Domain auf den neuen Server zeigt. Diese Umstellung braucht eine gewisse Zeit, bis sie weltweit greift. In dieser Übergangsphase sollten beide Server noch laufen.

Schritt 5: Erst danach den alten Vertrag kündigen. Den alten Server abschalten oder kündigen Sie erst, wenn alles auf dem neuen läuft und die DNS-Umstellung vollständig durchgelaufen ist. Das ist die wichtigste Regel überhaupt.

Der teuerste Fehler: zu früh löschen

Die mit Abstand häufigste Umzugskatastrophe entsteht, wenn der alte Server gekündigt oder gelöscht wird, bevor der neue wirklich läuft. Dann ist die Seite in der Lücke dazwischen plötzlich weg, manchmal mitsamt der einzigen vollständigen Version. Die einfache Regel dagegen: Niemals etwas auf der alten Seite löschen, solange die neue nicht vollständig läuft und getestet ist. Ein paar Tage doppelte Hosting-Kosten sind nichts gegen den Aufwand, eine verschwundene Website zu rekonstruieren.

Die Sache mit dem DNS

Das DNS ist das Adressbuch des Internets: Es sagt, unter welchem Server eine Domain zu finden ist. Bei einem Umzug muss dieser Eintrag auf den neuen Server zeigen. Heikel daran ist, dass die Änderung nicht sofort überall ankommt, sondern sich nach und nach verbreitet. In dieser Phase sehen manche Besucher noch den alten, andere schon den neuen Server. Deshalb müssen während der Umstellung beide Seiten identisch und funktionsfähig sein, sonst gibt es für einen Teil der Besucher Fehler.

E-Mails nicht vergessen

Geschäftliche Postfächer hängen oft am selben Anbieter wie die Website. Beim Umzug müssen die Postfächer und die zugehörigen Einträge mitgenommen werden, sonst kommen nach dem Wechsel keine Mails mehr an, oder schlimmer: Alte Nachrichten gehen verloren. Sichern Sie wichtige Postfächer vor dem Umzug und richten Sie sie auf dem neuen System ein, bevor Sie umschalten.

Wann sich Hilfe lohnt

Ein einfacher Umzug einer kleinen Website ist machbar, wenn man sorgfältig vorgeht. Sobald aber mehrere Domains, viele Postfächer oder eine komplexe Seite im Spiel sind, oder wenn ein Umzug bereits schiefgegangen ist und die Seite nicht mehr erreichbar ist, lohnt sich professionelle Unterstützung. Wir übernehmen Umzüge komplett oder retten Seiten, bei denen der Wechsel hängengeblieben ist, und sorgen dafür, dass am Ende alles läuft, Website, Datenbank und E-Mail.

Veröffentlicht am 19. Februar 2025, zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2025.

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