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Website-Backup erstellen: Leitfaden

Es gibt einen Satz, den wir bei Webseitenrettung.de fast täglich hören: „Ein Backup? Ich dachte, das macht mein Hoster automatisch." Manchmal stimmt das. Oft aber nicht, und genau in diesen Fällen wird aus einem kleinen Zwischenfall eine echte Katastrophe. Dieser Leitfaden erklärt, warum ein Backup so wichtig ist und wie Sie Sicherungen einrichten, die im Ernstfall tatsächlich funktionieren.

Was ein Backup eigentlich ist

Ein Backup ist eine vollständige Sicherungskopie Ihrer Website zu einem bestimmten Zeitpunkt. „Vollständig" heißt: Es umfasst sowohl die Dateien auf dem Server (also das Aussehen und die Funktion der Seite) als auch die Datenbank (in der die eigentlichen Inhalte wie Texte, Seiten und Einstellungen stecken). Fehlt einer dieser beiden Teile, ist das Backup im Notfall nur die halbe Miete. Eine Sicherung, die nur die Dateien enthält, aber nicht die Datenbank, bringt Ihre Inhalte nicht zurück.

Mit einem vollständigen Backup lässt sich eine Website auf einen früheren, funktionierenden Stand zurücksetzen, egal ob sie gehackt, durch ein Update zerschossen oder versehentlich gelöscht wurde. Das ist der Grund, warum erfahrene Betreiber sagen: Ein gutes Backup ersetzt die meisten teuren Rettungsaktionen.

Die drei Arten von Backups

Das manuelle Backup erstellen Sie oder Ihr Dienstleister bewusst, typischerweise vor einer riskanten Aktion wie einem großen Update. Es ist die sicherste Methode in dem Moment, aber sie hängt davon ab, dass jemand daran denkt.

Das automatische Backup läuft im Hintergrund nach einem Zeitplan, etwa täglich oder wöchentlich. Das ist für die meisten Websites die beste Lösung, weil es nicht von der menschlichen Erinnerung abhängt. Eingerichtet wird es über ein Plugin, über das Hosting-Panel oder über einen externen Dienst.

Das Hoster-Backup wird vom Anbieter angelegt, oft ohne dass Kunden davon wissen. Im Notfall ist genau das manchmal die Rettung: Auch wer nie selbst gesichert hat, hat gelegentlich trotzdem ein Backup, von dem er nichts ahnte. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht, denn nicht jeder Tarif enthält Hoster-Backups, und die Aufbewahrungsdauer ist oft kurz.

Worauf es wirklich ankommt

Ein Backup zu haben ist nicht dasselbe, wie geschützt zu sein. Entscheidend sind drei Dinge. Erstens die Aktualität: Ein Backup, das ein Jahr alt ist, rettet zwar die Substanz, aber alle seitdem entstandenen Inhalte sind verloren. Zweitens die Vollständigkeit: Dateien und Datenbank müssen beide gesichert sein. Und drittens, am wichtigsten und am häufigsten übersehen, die Wiederherstellbarkeit.

Ein Backup, das sich im Ernstfall nicht zurückspielen lässt, ist wertlos. Wir haben Fälle erlebt, in denen Sicherungen jahrelang brav liefen, aber niemand je geprüft hatte, ob die Wiederherstellung überhaupt klappt. Im Notfall stellte sich dann heraus, dass die Dateien beschädigt oder unvollständig waren. Testen Sie deshalb mindestens einmal, ob sich Ihr Backup tatsächlich einspielen lässt. Erst dann wissen Sie, dass es Sie wirklich schützt.

Die 3-2-1-Regel

Profis orientieren sich an einer einfachen Faustregel: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine an einem anderen Ort. Für eine normale Website heißt das übersetzt: die Live-Version auf dem Server, ein automatisches Backup beim Hoster und eine zusätzliche Kopie an einem unabhängigen Ort, etwa in einem Cloud-Speicher oder auf einem lokalen Rechner. Der Sinn dahinter: Wenn ein Server komplett ausfällt oder ein Anbieter insolvent wird, ist nicht auf einen Schlag alles weg.

Wie oft sollten Sie sichern?

Das hängt davon ab, wie oft sich Ihre Website ändert. Ein Onlineshop oder ein Blog mit täglichen Beiträgen braucht tägliche Backups. Eine Visitenkarten-Website, die sich kaum ändert, kommt mit wöchentlichen Sicherungen aus. Die ehrliche Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: Wie viel Arbeit bin ich bereit zu verlieren? Die Antwort bestimmt Ihren Backup-Rhythmus.

Häufige Fehler

Der erste Klassiker ist das Backup, das auf demselben Server liegt wie die Website. Fällt der Server aus oder wird er gehackt, ist auch die Sicherung betroffen. Ein Backup gehört an einen getrennten Ort. Der zweite Fehler ist, sich blind auf den Hoster zu verlassen, ohne je geprüft zu haben, ob und wie lange dort gesichert wird. Der dritte Fehler ist, ein gehacktes System zu sichern: Wer eine bereits infizierte Seite sichert, holt sich beim Zurückspielen den Schadcode direkt wieder zurück.

Was wir empfehlen

Wenn wir eine Website retten oder neu aufbauen, richten wir auf Wunsch funktionierende, automatische Backups ein und prüfen einmal, ob die Wiederherstellung sauber läuft. Danach müssen Sie sich um nichts mehr kümmern, und der nächste Zwischenfall ist kein Drama mehr, sondern eine Sache von Minuten. Falls Ihre Website aktuell kein verlässliches Backup hat, ist das der wichtigste einzelne Schritt, den Sie jetzt angehen sollten, bevor etwas passiert.

Veröffentlicht am 12. März 2024, zuletzt aktualisiert am 8. Januar 2026.

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